Ach, ach.

Er trug stets zwei Bücher mit sich rum. Sie waren klein, das eine war rotgolden. Und das andere weiß. In das Rotgoldene schrieb er, wann immer er Zeit fand. Ich wusste nicht, was er alles in dieses Büchlein reinschrieb und ich glaubte, dass er zuhause hunderte solcher Bücher haben musste, denn all das, was er aufzuschrieben hatte, würde nie in ein so kleines Buch passen. Wenn er nicht gerade schrieb, dann schlug er das weiße Buch auf und zitierte mit kraftvoller, lauter Stimme die Gedichte großer Männer. Er war anders als ich. Aber ich mochte ihn.

 

Ach, ach liegt in der Luft
Ruf offener Liebe. Verhaltet
unter den Schultern den Herz-Geruch;
seid ihr denn Blumen, dass ihr euch aus-
wendet und uns den besonnenen Raum verwandelt in plötzliche Gärten

Rainer Maria Rilke, Frühsommer 1911

4.8.09 15:44


Now i have the time of my life...

Die Zeit vergeht wie im Flug.

Sie bekommt kleine Flügelchen, silberfarben, die kräftig schlagen. Sie erhebt sich in die Lüfte, mit einem leisen Trillieren steigt sie höher und höher. Man sieht eine Weile noch ihre silbernen Flügel blitzen, dann ist die Zeit verschwunden.

Also, hast du sie gesehen?

4.8.09 09:22


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